EXTREMADURA

Extremadura ist für ausländische Touristen noch immer ein weißer Fleck auf der Landkarte. Die Welterbestätten Mérida, Cáceres und Guadalupe, die bemerkenswerte Geschichte sowie die Vielfalt der Flora und Fauna Extremaduras sind einen Besuch wert.

 
 
 

LAGE UND GEOGRAPHIE

Die autonome Region Extremadura liegt im Südwesten der Iberischen Halbinsel und grenzt im Norden an Kastilien-León, im Osten an Kastilien-La Mancha, im Süden an Andalusien und im Westen an Portugal.. Die Extremadura liegt demnach im Inland Spaniens, sie ist bei den meisten Touristen kaum bekannt, da sie keine Küste an Atlantik oder Mittelmeer besitzt. Wettmachen kann die Extremadura dieses touristische Manko, allerdings mit Tausenden Kilometer Binnenküste und der Tatsache, dass sie viele der größten Stauseen Europas beherbergt.

PROVINZEN UND HAUPTSTADT

Extremadura besteht aus 2 Provinzen, Cáceres uns Badajoz.

Die Geschichte der Hauptstadt Mérida ist eng mit der Ausweitung des römischen Reichs auf der Iberischen Halbinsel verbunden. Gegründet wurde die Stadt im Jahr 25 v. Chr. unter der Herrschaft von Kaiser Augustus, dem sie auch ihren ursprünglichen Namen - Emérita Augusta - verdankt. Emérita Augusta, die ehemalige Hauptstadt der römischen Provinz Lusitania, liegt heute, mit dem Namen Mérida, mitten in der autonomen Region Extremadura und ist deren Hauptstadt. Aus dieser römischen kulturellen und historischen Vergangenheit hat Mérida eines der besterhaltenen Gesamtdenkmäler aufbewahrt, das größte Spaniens. Die Stadt wurde 1993 zum Weltkulturerbe der Menschheit erklärt.

KULTUR UND GESCHICHTE

Cáceres
Seit der Steinzeit war das Gebiet der heutigen Stadt Cáceres Siedlungsort für verschiedene Völer und Kulturen, dies belegt die „Höhle von Maltravieso“, in der Felsenmalereien von vor 20.000 Jahren gefunden wurden. Seit der Zeit der Römer bewahrt die Stadt in den Stadtmauern Überreste aus deren Gründungszeit und ganz in der Nähe der tausend Jahre alten Stadt liegen die Ruinen eines römischen Lagers „Castra Caecilia“

Mérida
Wie schon oben erwähnt wurde die Stadt Mérida 1993 zum Weltkulturerbe deklariert. Das Theater, das Amphitheater, der Zirkus, die Aquädukte, die Brücken und der Tempel aus der Zeit der Römer ergänzen zusammen mit dem Nationalmuseum für Römische Kunst das historische Kulturerbe der Stadt. Das Museum wurde von Rafael Moneo erbaut und bewahrt eine der wichtigsten Sammlungen aus dieser Zeit. Außerdem sind noch das Museum für Westgotische Kunst und das Forschungszentrum der Kirche Santa Eulalia zu erwänen.

Parks von Cornalvo und Monfragüe
Durch den Cornalvo lässt sich hervorragend wandern. Um sich nicht in der außergewöhnlich beeindruckenden Landschaft nicht vom Weg abzukommen, bietet das Besucherzentrum in Trujillanos nicht nur Wanderkarten mit verschiedenen Routen an, sondern stellt die Daten auch für GPS-Geräte zur Verfügung. Sehr zu empfehlen sind die geführten Touren, bei denen die Besucher die Flora und Fauna des Cornalvo besser kennen lernen können. Wem es zu Fuß zu langsam vorangeht hat die Möglichkeit sich ein Mountainbike auszuleihen. Kinder erfahren im Besucherzentrum in Trujillanos Wissenswertes über den Lebensraum der Tiere und Pflanzen des Cornalvo und können bei einem Parkbesucht gleich zeigen was sie gelernt haben.
Einen Besuch wert ist auch der Nationalpark Monfragüe im Norden des Landes. Diesen erreicht man über die Bundesstraße EX 208, welche direkt durch die malerische Dehesa (Stein- und Korkeichenhaine) führt.

Die Extremadura beherbergt in den Städten Badajoz, Cáceres, Guadalupe, Mérida und Plasencia zahlreiche Museen mit den verschiedensten Ausstellungsthemen, von Römischer Kunst, Westgotische Kunst und Kultur,Volkskunde, Ausstellungen diverser Künstler, über Religiöse Exponate bis hin zur Modernen Kunst. Detailliert nachzulesen unter dem offiziellen Internetauftritt der Region Extremadura: www.stadtlandextremadura.de

ANREISE

Die Extremadura erreichen Sie am schnellsten mit dem Flugzeug, dazu bieten sich die Flughäfen Madrid, Sevilla sowie Lissabon an. Diese Flughäfen liegen meist außerhalb der Städte und bieten einem so die Möglichkeit direkt auf die Autobahn aufzufahren. Ab dem Flughafen, empfiehlt es sich direkt einen Mietwagen zu nehmen. Eine Alternative zum Mietwagen ist, ab dem Ankunftsflughafen mit der spanischen Bahn (RENFE) oder einer Busgesellschaft zu fahren. Von Deutschland aus kann man die Extremadura natürlich auch mit dem eigenen Auto erreichen, sofern man genügend Zeit und Muse für die Hin- und Rückfahrt hat.

Anreise mit dem Flugzeug

  • Flughafen Madrid-Barajas
    Der Flughafen Madrid Barajas ist der größte internationale Flughafen Spaniens. Der Flughafen befindet sich außerhalb des Stadtzentrums von Madrid und bietet Touristen so die Möglichkeit direkt auf die Autobahn aufzufahren. Mit der Metro gelangen sie vom Flughafen in das Zentrum der Innenstadt.
  • Flughafen Sevilla-San Pablo
    Der Flughafen Sevilla liegt im Südwesten Spaniens. Trotz seiner relativ kleinen Größe fliegen fast alle bekannten Fluggesellschaften diesen Flughafen an: Aer Lingus, Air Berlin, Air Europa, Clickair, Iberia, Lagunair, Ryanair, TAP Portugal, Transavia, SAS, Spanair und Vueling.
    Der Flughafen liegt zehn Kilometer nordöstlich von Sevilla und bietet Touristen die Möglichkeit direkt auf die Autobahn aufzufahren. Mit dem Bus gelangen Sie zum Santa Justa-Hauptbahnhof.
  • Flughafen Lissabon Portela
    Der Flughafen Lissabon Portela ist der größte Flughafen Portugals.
    Ein Shuttle Bus bringt Sie vom Flughafen in die Innenstadt (Endstation Cais do Sodré) und zurück.

Von den Flughäfen aus haben sie die Möglichkeit entweder mit einem Mietauto, mit dem Zug oder dem Bus weiter nach Extremadura zu fahren.


Weiter mit dem Auto:


Die Autovermietung Europcar AVIS, Hertz, National und Sixt sind je nachdem für welchen Flughafen Sie sich entscheiden, auf dem Gelände vertreten.


Von dem Flughafen Madrid-Barajas aus erreichen Sie in 2 Stunden Extremadura über die A5.
Innerhalb von 3 ½ Stunden erreichen Sie Caceres und Merida. Die Fahrt, durch wunderschöne beeindruckende Landschaften machen diese Fahrt zu einem einzigartigen Erlebnis.Von dem Flughafen Sevilla-San Pablo aus erreichen sie die Grenze zu Extremadura über die A-66 innerhalb einer Autostunde. Nach Badajoz gelangen Sie in 2 ½ Stunden Autofahrt, nach Merida benötigen Sie nur 2 Stunden.
Über die A-6 erreichen Sie von Lissabon (Portugal) aus, innerhalb von 2 Stunden Autofahrt, die spanische Grenze die an Extremadura anschließt. Die Stadt Badajoz liegt keine 10 Minuten davon entfernt.

Weiter mit der Bahn:

RENFE (Spanische Bahn)
Das nationale Netz der spanischen Eisenbahnen (Red Nacional de los Ferrocarriles Españoles) bietet Ihnen die Möglichkeiten Caceres von Madrid aus innerhalb von 4 Stunden zu erreichen. Die Züge verkehren mehrmals am Tag.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: http://www.renfe.es/
Deutsche Bahn
www.deutschebahn.de


Weiter mit dem Bus


Vom Flughafen aus fahren Busgesellschaften verschiedene Orte an die Städte Badajoz, Trujillo und Cáceres werden beispielsweise vom Busunternehmen Avanza Bus angesteuert. Reservierungen lassen sich über die Webseite des Unternehmens bereits im voraus tätigen.

WEITERE INFORMATIONEN

Weitere Informationen über die Region Extremadura finden Sie auf dem offiziellen Internetauftritt des Fremdenverkehrsamts von Extremadura www.stadtlandextremadura.de